Aktuelles

Die Idee von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier: „Demokratie lebt von Menschen, die mitmachen. Am Geburtstag unserer Verfassung packen deshalb alle mit an, um unser Land ein bisschen besser zu machen. Dabei stehen Begegnung und gemeinsames Tun im Mittelpunkt.“ Die Michelsdorfer Handarbeitsgruppe hat sich diesen Aufruf zu Herzen genommen und ihren Dienstagstreff kurzerhand ins Gemeindezentrum verlegt. Alle waren eingeladen, sich an der Herstellung unserer beliebten Herzkissen zu beteiligen. Und so fing alles an: Fast jeder kennt jemanden, der an Brustkrebs erkrankt ist oder war. Oft fühlen wir uns hilflos und möchten nach einer Operation zumindest etwas physische und emotionale Unterstützung geben. Genau dafür sind die weichen Herzen aus Baumwollstoff gedacht: Unter die Achsel geklemmt, lindern sie Narbenschmerzen und Lymphschwellungen. Außerdem entlasten die Kissen beim Liegen das empfindliche Gewebe. Dank der schönen Stoffe und der Tatsache, dass Menschen diese Kissen in ihrer Freizeit nähen und verschenken, werden sie oft auch zu kleinen Seelentröstern. Die Herstellung der Kissen ist nicht schwer und erfordert keine besonderen Fähigkeiten. Gleichzeitig bleibt genügend Zeit für einen Plausch mit der Nachbarin oder dem Gegenüber. Nur für den obligatorischen Aperol wird es manchmal eng — dafür sind die Hände oft einfach zu beschäftigt. Wir nähen die Kissen inzwischen seit einigen Jahren. Wie viele unsere kleine Manufaktur bereits verlassen haben, können wir gar nicht mehr sagen — sicher sind es mehrere Hundert. Doch die Zahl ist eigentlich gar nicht entscheidend, denn hier haben der Weg und das Ziel die gleiche Bedeutung. Sehr dankbar sind wir für die Unterstützung durch das Aktionsförderprogramm der Deutschen Stiftung für Engagement und Ehrenamt über das wir Stoffe und andere Materialien anschaffen konnten. Die Kissen stellen wir unter anderem der Brustklinik am Brandenburger Klinikum sowie mehreren Selbsthilfegruppen der näheren Umgebung kostenlos zur Verfügung. Dieses Mal gehen die Herzkissen an die Palliativstation des Brandenburger Klinikums. Bundespräsident Steinmeier sagte außerdem: „Der Ehrentag darf auch Spaß machen! Engagement ist nicht nur Einsatz, es ist auch Begegnung, Lachen, Gemeinschaftsgefühl. Wer gemeinsam anpackt, erlebt oft, wie leicht sich Sinn und Freude miteinander verbinden.“ … und genau das haben wir bei unserer Aktion erlebt. Wir freuen uns und sind glücklich darüber, ein Teil dieses großen Ganzen zu sein.

Beelitz‑Heilstätten – ein Ort voller Geschichte, beeindruckender Architektur und spannender Geschichten. Genau das wollten wir uns bei unserem diesjährigen Vereinsausflug einmal näher anschauen. Unser Treffpunkt war der Parkplatz am Baumkronenpfad, und von dort starteten wir zur Alpenhaustour. Schon nach kurzer Zeit wurde klar: Die Führung hätte problemlos doppelt so lang sein dürfen. Unsere Gästeführerin erzählte mit viel Herzblut über die Entstehung des Hauses, die damaligen Behandlungsmethoden und die cleveren architektonischen Ideen, mit denen man der Tuberkulose begegnen wollte. All das in nur einer Stunde unterzubringen, ist eigentlich kaum möglich – aber sie hat es wunderbar geschafft. Wir erfuhren viel über die Aufteilung des Geländes, über frühere Tischmanieren und natürlich über die beiden Architekten Heino Schmieden und Julius Boethke, deren Kreativität und Sinn für Funktionalität immer wieder hervorgehoben wurden. Besonders beeindruckend war, wie durchdacht alles geplant wurde – bis hin zur leichteren Reinigung der Gebäude. Wer neugierig geworden ist: Eine Tour durchs Alpenhaus lohnt sich wirklich. Nach so vielen Eindrücken und einem Spaziergang über den Baumkronenpfad ging es weiter nach Schäpe zu Jakob’s Spargelhof – schließlich ist Spargelzeit. Das flinke und freundliche Personal sorgte dafür, dass unsere „Reisegruppe“ bestens versorgt wurde. Für fast alle gab es Spargel satt. Und ja, es gibt tatsächlich Menschen, die keinen Spargel essen – aber auch sie wurden natürlich bestens bedient. Da einige Mitglieder des Männergesangvereins Michelsdorf mit dabei waren, gab es zum Abschluss noch ein kleines Ständchen, das für viel Freude sorgte. Alles in allem war es ein wirklich schöner Ausflug. Ein wenig schade ist nur, dass so wenige Mitglieder diese Gelegenheit genutzt haben, um gemeinsam einen entspannten Tag zu verbringen. Es muss nicht immer eine große Veranstaltung sein – manchmal reicht ein gemeinsamer Ausflug, ein bisschen Geschichte, Natur und ein Teller Spargel, um sich als Verein näherzukommen.

Die Michelsdorfer Birken‑Mission Welcher Waldbesitzer erlaubt uns eigentlich jedes Jahr, eine Birke aus dem Wald zu entführen? Richtig: Rene Weizmann – unser Mann mit Herz für Traditionen . Danke, Rene! Bevor die gut gewachsene Birke (ca. 15 m) stolz hinter dem Gemeindezentrum liegen konnte, musste sie erst einmal aus dem Wald heraus. Da kam Alex ins Spiel. Er hat den Baum nicht einfach nur transportiert – er hat ihn mit einer Ruhe und Präzision bewegt, als wäre es eine seiner leichtesten Übungen. Während wir anderen noch überlegt haben, wo vorne und hinten ist, hatte er längst den perfekten Winkel gefunden.

Kann man Kinder eine Stunde lang ohne Handy beschäftigen? Nicht nur beschäftigen – fesseln . Und zwar so sehr, dass sie sogar vergessen, sich zu streiten, zu zappeln oder „Mir ist laaaangweilig“ zu sagen. Man braucht dafür nur: Nadine, ein Kamishibai und eine Portion Geschichtenmagie. Kaum klappte Nadine ihr kleines Papiertheater auf, verwandelte sich der Raum in eine Mischung aus Zirkus, Lesesaal und leicht chaotischer Talkshow. Die Kinder rückten so nah an die Bühne, dass man dachte, sie wollten gleich selbst reinspringen. Dann ging’s los: „Furzipups“ – ein Titel, der schon beim Aussprechen für Schnappatmung sorgt. Die Kinder rümpften die Nase, lachten, rümpften nochmal die Nase und lachten dann doppelt so laut. Der kleine Eisbär wurde begleitet, als wäre er ein Superstar auf Weltreise. Das weiße Chamäleon war gut versteckt. Es musste erst hinter dem Rahmen gesucht werden. Ein König bekam eine Umarmung geschenkt – und plötzlich wollten ALLE Könige sein. Und die Muddeldings ? Die möchte wirklich niemand zu Hause haben. Nicht mal im Gästezimmer. Nicht mal kurz. Zwischendurch wurde kommentiert, korrigiert, gekichert und gelegentlich auch lautstark diskutiert („Nadine, lies schneller! Nein, langsamer! Nein, so wie eben!“). Nadine blieb gelassen wie ein Zen-Mönch mit Bilderbuch. Und dann passierte das Unfassbare: Die Stunde war einfach weg. Puff. Verschwunden. Verdampft wie ein Keks in Kinderhand. Beim Rausgehen sagte ein Kind: „Das war besser als Tablet.“ Wenn das kein Ritterschlag ist, dann weiß ich auch nicht. Wir hoffen jedenfalls, dass es beim nächsten Mal regnet. Dann kann man es sich drinnen so richtig gemütlich machen – und Nadine kann wieder zeigen, dass Geschichten stärker sind als jedes WLAN.

Um es gleich vorwegzunehmen: Es war ein wunderbarer Abend. Einer von der Sorte, bei dem man schon beim Ankommen merkt: Heute stimmt einfach alles. „Geister wie wir“ haben in den letzten zwei Jahren – mit großzügiger Unterstützung des Landes Brandenburg – mit dem Kulturhof eine tolle Kulturstätte geschaffen. Die Bühne hat seitdem schon einiges erlebt: es wurde darauf getanzt, gespielt, gesungen und „gegruselt“. Doch nun stand etwas ganz Besonderes an: die erste große Theaterpremiere auf der Bühne des Kulturhofs . Die TheaterGäng präsentierte ihr neues Stück „Geister wie wir“ – selbst geschrieben, komponiert, arrangiert und mit so viel Herzblut gefüllt, dass man sich fragt, ob die Gruppe überhaupt noch ein Hobby außerhalb des Theaters hat. Wahrscheinlich nicht. Während der Vorbereitung wanderte der Blick immer wieder zum Regenradar. Wir sind ja Optimisten – aber ein Wolkenbruch wäre dann doch etwas zu viel „Atmosphäre“ gewesen. Schon am Vormittag wurden Stühle gerückt, sortiert, neu gestellt und wieder verrückt. Die Frage stand im Raum: Werden sie alle besetzt sein? Die Antwort: Aber sicher! Michelsdorf, aber vor allem seine Gäste lassen sich eine Premiere nicht entgehen – schon gar nicht, wenn Geister im Spiel sind. Als sich am Abend der Vorhang hob, lag Spannung in der Luft. Die Schauspielerinnen und Schauspieler betraten die Bühne mit einer Energie, die sofort übersprang. Jede Geste, jeder Blick, jedes Wort war mit so viel Spielfreude gefüllt, dass man sich einfach mitreißen lassen musste. Nach dem letzten Vorhang gab es langen, herzlichen Applaus. So herzlich, dass man fast meinte, die Bühne würde ein bisschen erröten. Es war spürbar: Dieser Abend war mehr als nur eine Aufführung. Er war ein gemeinsames Erlebnis – ein Moment des Staunens, des Lächelns, des Miteinanders. Die Premiere hat ein starkes Zeichen gesetzt für die kommenden Aufführungen. Und sie macht eindeutig Lust auf mehr. Die nächste Aufführung ist für den 19.09.2026 geplant. Und weil ein solcher Abend nicht von allein entsteht, gehört an dieser Stelle ein großes, herzliches Dankeschön ausgesprochen. Ein Dank an diejenigen, die man gar nicht sieht, die aber trotzdem überall sind: die stillen Organisatoren, Ideengeber, Improvisationskünstler und „Ich-mach-das-schnell“-Menschen, ohne die kein Kulturabend funktionieren würde. Kurz gesagt: Ohne euch wäre dieser Abend nicht halb so schön geworden. Einen Artikel zum Theaterstück findet Ihr hier

Der große Osterhase auf der Bank vor dem Michelsdorfer Gemeindezentrum wartete am Samstag geduldig auf die Kinder, die an der Bastelaktion „Rund um das Osterei“ teilnehmen wollten. Der Kultur- und Heimatverein lud zum 6. Mal dazu ein und die Kinder kamen mit ihren Eltern und Großeltern erwartungsvoll ins Gemeindezentrum. Auf sechs großen Projekttischen waren die vielfältigsten Materialien bereitgelegt und der Basteltrubel begann. Da wurden Körbchen zur Eiersuche gebastelt und lustige Hahn-Eierbecher angefertigt. An einer anderen Station entstanden farbenfrohe, marmorierte Deko-Eier im Tauchverfahren. Hoch im Kurs stand das Dekorieren mit Glitzer-Feenstaub und herrlichen Glitzersteinchen. Aber auch mit Pinsel und Farbe wurden ausgeblasene Eier hübsch verziert. Die farbenfrohen Oster-Mandalas werden den Eltern und Großeltern als Ostergeschenk gefallen. Nach einer intensiven zweistündigen Bastelzeit verabschiedeten sich die Kinder stolz und zufrieden mit ihren selbstangefertigten Basteleien. Wir wünschen allen eine schöne Osterzeit!

Das Plakat vor der Tür des Gemeindezentrums verrät es – heute ist Seniorennachmittag. Einige unverwüstliche Helfer haben am Vorabend das etwas sterile Gemeindezentrum in eine Frühlingslandschaft verwandelt. Es braucht nicht viel - bunte Decken, kleine Blumensträußchen, etwas Osterdeko. So sah es schnell gemütlich aus. Der Knaller war aber wieder das Kuchenbuffet. Laura hat sich wieder selbst übertroffen. Frankfurter Kranz, Eclairs, Obstkuchen – alles sah lecker aus und fand natürlich auch seine Abnehmer. Pünktlich um 15:00 Uhr war der Saal gefüllt. Nach einer kurzen Ansprache wurde das Kuchenbuffet schnell geleert. Das gesellige Beisammensein ist für viele wichtig, die den Seniorennachmittag besuchen. Das war auch der wesentliche Inhalt der Auswertung zur Befragung der Älteren durch den Seniorenbeirat der Gemeinde Kloster Lehnin. Irena, Mitglied des Beirates, hat diese kurz vorgestellt. Eigentlich wollten wir die RBB-Beiträge zu unserer Winterwanderung 2023 und 2026 zeigen. Leider hat uns die Technik einen Streich gespielt. Aber es gibt ja den Charthit „Hast du gute Laune“ von den GroßStadtEngel. Dieses Thema wurde kurzerhand aufgegriffen und es kam zu einer kleinen Tanzeinlage. Schnell vergeht die Zeit an einem solchen Nachmittag. Die obligatorischen Würstchen verschwanden kurzerhand im Kochtopf, heiß serviert auf dem Teller mit Gürkchen und Baguettebrot, wurden sie vor dem Nachhause gehen noch verputzt. So ging ein weiterer Seniorennachmittag in Michelsdorf zu Ende, bei dem nicht nur Kuchen und Würstchen, sondern auch jede Menge gute Laune serviert wurden. Wir freuen uns schon auf das nächste Mal – und hoffen, dass der Beamer bis dahin wieder ausgeschlafen hat!
Was lange währt wird endlich gut, so sagt man. Nach langen zweieinhalb Jahren des Erdenkens und Probens hat die Michelsdorfer TheaterGäng am 7. Februar 2026 ihr neues Stück „Geister wie wir“ erstmals der Öffentlichkeit präsentiert. Fast unmittelbar nach Bekanntgabe des Termins waren alle Plätze im Gemeindezentrum ausgebucht. Und alle kamen sie zur Premiere - neugierig, gespannt, erwartungsvoll. Sogar eine längere Anreise bei widrigen Witterungsbedingungen aus der fernen Hauptstadt wurde in Kauf genommen. Bereits fünf Minuten vor Beginn saßen alle Zuschauer auf ihren Plätzen und warteten auf das Spektakel, welches nun beginnen sollte. Die Anspannung war fast greifbar, bei den Mimen sowieso, aber auch beim Publikum. Insider wussten, es war nicht immer alles glatt gelaufen in der Vorbereitung. Bis zuletzt wurde am Stück gebastelt und geschraubt. Für gute zweieinhalb Stunden verwandelte sich dann das Gemeindezentrum in Jonas’ bunte, verrückte und sehr geisterhafte Traumwelt, in der sich alles ums Thema Wasser und den Michelsdorfer Brunnen drehte. Hatte sich die TheaterGäng in ihren Stücken bisher eher mit Begebenheiten vergangener Zeiten beschäftigt, so wandte sie sich jetzt mutig einem aktuellen Thema der Gegenwart zu und fragte sich ein bisschen besorgt: Würde das Publikum diesen Perspektivwechsel akzeptieren? Die Michelsdorfer Mimen machten es dem Publikum leicht. Mit ihrer höchst komödiantischen Spiel-Art und -Weise sorgten sie für kurzweiliges Amüsement und legten den Finger an manche Wunden. Ob Null-Bock-Jugendlicher, der vom im Brunnen lebenden Frosch durch seinen (Alb)-Traum begleitet wird, altbackene Dorftratsche, hinterlistige, geldgierige und mit viel krimineller Energie ausgestattete „Erbin“ des verfressenen Fleischers, kauziger, sein Wildschwein liebkosender Waldschrat, schleimig und süffisant daherkommender Big-Dealer oder ätherische, die Welt retten wollende Waldfee - allesamt detailliert ausgearbeitete Figuren und jede einzelne brillant gespielt vor einer zauberhaften, eigenhändig gemalten Bühnenkulisse. Indes - sie spielten die Figuren nicht nur, sie wurden Eins mit ihnen. Die gewinnträchtige Idee vom „Jungbrunnen“ , die in der Konsequenz die Vergiftung des Dorfbrunnens bedeutete und selbst Mord mit einkalkulierte, wurde mit so viel Komik, Klamauk und Augenzwinkern dargestellt, musikalisch und gesanglich perfekt begleitet, mit Lichtspektakel untermalt sowie mit so vielen Raffinessen gespickt, dass sich das Publikum vor Lachen bog und mit wohlverdientem Zwischenapplaus nicht sparte. Kaum vorstellbar, dass hier „nur“ ein Amateur-Ensemble am Werke war. Natürlich kam alles zu einem guten Ende, denn im Traum kann man (als Frosch) natürlich das Geschehen stoppen und sogar die Geschichte ein Stück rückwärts laufen lassen. Der Dorfbrunnen wurde gerettet und bekam zu seinem Schutze sogar noch ein Dach obendrauf - wie im wirklichen Leben, sogar mit Frosch. Und Jonas? Er kam zur erhellenden Erkenntnis, dass es eben doch nicht immer nur damit getan ist, den Wasserhahn aufzudrehen … Viel Schlussapplaus vom Publikum und Steine-vom-Herzen-Poltern bei der TheaterGäng - es hätte nicht besser laufen können. Dank an alle, die zu diesem erfolgreichen Theaterevent beigetragen haben! Besonders natürlich an die Michelsdorfer TheaterGäng mit Caro, Marion, Ria, Carsten, Danny, Dominik, Helmut, Walter, Sandmann Robert an der Technik und Antje im unsichtbaren Souffleurkasten sowie an den Kultur- und Heimatverein Michelsdorf e.V., der das Ensemble mit benötigter technischer Ausstattung und Kostümherstellung unterstützt und last but not least zum Wohle des Publikums eine reibungslose Pausenversorgung mit Getränken und Snacks organisiert hat. Bilder Christian Dohrmann

Michelsdorf ist eigentlich ein kleines Nest. Darum ist es wirklich nicht einfach in jedem Jahr eine neue Route für die traditionelle und beliebte Winterwanderung um den Ort zu finden. Aber ein bisschen Abwechslung muss doch sein! Wetter?! Ja das Wetter ist mal schlecht, mal sehr schlecht aber auch manchmal richtig gut. So wie an diesem sonnigen Sonntag Mitte Januar. Auch wenn der zauberhafte Schnee der letzten Woche bereits wieder der Vergangenheit angehörte. Immerhin hatte er keinen klebrigen Matsch hinterlassen, so dass die geplante Streckenführung nur auf einem kurzen Stück wegen Eisglätte geändert werden musste und die Gummistiefel im Schrank bleiben konnten. Und noch eine Abweichung gab es: ungewollt und ungeplant wurden wir alle noch zu Fernsehstars im Abendprogramm des RBB. Monique Ehmke, die Wetterfee, kam mit ihrem Team auf eine Stippvisite vorbei. Trotz sichtbarer Mühen gelang es nicht allen ihrem Mikrofon und den bohrenden Fragen zu entgehen - so schlimm war es nun auch wieder nicht! Und ein bisschen Stolz bleibt doch, wenn man später auf den Fernsehauftritt angesprochen wird - oder? Tatsächlich war der Zug der Wanderer, der sich zum Teil im Gänsemarsch auf dem schmalen Weg zur Kiesgrube hinbewegte langgezogen wie ein Gummiband kurz vor dem Zerreißen. Vor und hinter der Glühweintankstelle am bewährten Ort gab es noch ein paar Hinweise vom Ortsbeirat Stephan Upahl. Im letzten Jahr hatten sich die Gemeindevertreter mehrfach mit dem Thema 2. Entwurf des Regionalplanes "Havelland - Fläming 3.0" zu befassen. Die wegen der geplanten Erweiterung des Michelsdorfer Kiessandtagebaus geäußerten Bedenken wurden schließlich auf Druck aus der Gemeindeverwaltung beiseite geschoben weil bei einer etwaigen Fortsetzung des Planfeststellungsverfahrens diese beim Landesbergamt vorgetragen werden sollen. Dennoch war es für die Anwesenden beeindruckend vor Ort zu sehen wohin die Abbruchkante des Tagebaus wandern könnte. Dass in Michelsdorf Kultur groß geschrieben wird erlebten die Wanderer bei einem Überraschungsauftritt des Männergesangsvereins und natürlich durften auch die Klosterbrüder mit einer Kostprobe ihres Könnens nicht fehlen. Im Gemeindezentrum angekommen gab es weitere Kost(e)proben: lecker Kaffee und Kuchen und was sonst noch so dazugehört! Alles in Allem mal wieder ein toller Nachmittag. Ihr fleißigen Helfer könnt euch ein Bienchen eintragen!











