Frauentagsparty in Michelsdorf
Walter • 8. März 2025
Pures Tanzvergnügen mit Überraschung

Zum dritten Mal veranstaltete der Kultur- und Heimatverein Michelsdorf e.V. seine Frauentagsparty der besonderen Art. Dabei wird das Michelsdorfer Gemeindezentrum unter einem Party-Motto in den Flair einer vergangenen Epoche verwandelt. Aktuell waren es die bunten und schrillen 80er Jahre. Wir erinnern uns an Filme wie „Zurück in die Zukunft“, Klamotten in Neonfarben und mit Schulterpolstern, Dauerwellen sowie den Beat von Take On Me.
Mit passendem Outfit zum farbigen Interieur kamen dann auch die jungen und junggebliebenen Mädels, um sich ausgelassen zu feiern. Sieben männliche „Pinguine“ waren in der heiligen Frauenhalle geduldet. Mit schwarzer Weste, Schlips und weißem Hemd durften sie die Bar-, Küchen- und Kellnerdienste übernehmen.
Katja Leichsenring und Britta Wenzke vom Vorstand eröffneten den Abend. Scheinwerfer, Spots und Musikboxen wurden von DJ-Nico Bloch angeschmissen. Doch die Frauen benutzten die Tanzfläche zunächst als „Transitstrecke“ zur Buffet-Anrichte, um Energie in köstlichster Form aufzunehmen. Derweil trugen die „Pinguine“ die ersten Cocktails auf, dessen Gläser sich mit
ihrem farblichen Inhalt deutlich von ihrem Schwarz-Weiß-Look abhoben.
Und dann ging die Post ab! Wirbt DJ-Nico damit, dass er jede Party zum Kochen bringt, konnte der Eindruck gewonnen werden, dass die Mädels den musikalischen Ton angaben: Auf hübsche Kärtchen konnten Musikwünsche an den DJ herangetragen werden. Seine Regler am Mischpult waren im Nu davon vollgespickt und ebenso schnell füllte sich die Tanzfläche.
Es wurde von Beginn an mitgesungen und dabei rhythmische Perfomance voller Lebenslust und -energie zelebriert. Wo nehmen die Frauen nur diese Power her? Die Partylust kannte keinen toten Punkt - es war ein Kommen und Gehen auf der Tanzfläche, ein Aufspringen und Strahlen, wenn der entsprechende Musikwunsch aus den Boxen hämmerte. Im Gegenteil - die Ladies mussten
höflich aufgefordert werden, doch einmal die Tanzbühne zu räumen. Die Überraschung des Abends, organisiert vom Chefbarkeeper Andreas, benötigte die Fläche.
Wir kennen es aus Western, Jacques-Offenbach-Operetten oder aus dem Moulin Rouge - dem Geburtsort des Cancan - nur diesmal mit vertauschten Rollen: am 8. März 2025, exklusiv in Michelsdorf und nur für die Ladies, aus der Carnevalhochburg Lehnin eingeflogen - The great Männerballet des LCV Lehnin!
Männliche Wesen mit farbigen Federn am Kopf, mit weiß glänzenden, eng anliegenden Bodies, Arm- und Wadenbereich mit rotgoldblau schillernden Rüschen bestückt, bestgelaunt, schwebten tanzend mit „maskuliner Leichtigkeit“ durch den Hintereingang in den Saal hinein. Die Frauen tobten. Du hattest das Gefühl, als beamte das Männerspektakel die Gesellschaft in den Admiralspalast. Herrlich, was für eine tolle Überraschung! Aber Frauenparty bleibt Frauenparty. Artig zogen sich die Tänzer unter Standing ovations durch den Hinterausgang in den anliegenden Feuerwehrraum zur „Manöverkritik“ zurück. Die Tanzfläche gehörte am heutigen Tage eben nur den Mädels.
So langsam schaute DJ-Nico, der einen leidenschaftlichen Job machte, auf die Uhr. Der 9. März war schon angebrochen. Es brauchte aber noch eine volle Stunde, um letztendlich den finalen „Rausschmeißer“ platzieren zu können. Eine rauschende Ladynacht, dank der unermüdlichen Helfern aus dem Verein, aus dem Dorf, den sieben Pinguinen und dem LCV Männerballet ging zu Ende. Ein Abend, der durch die anwesende Frauenprower nicht so schnell vergessen werden wird. Frau/man darf gespannt sein, in welches Zeitalter der Kultur- und Heimatverein Michelsdorf am 8. März 2026 seine Frauen und Besucherinnen hineinbeamen wird.
Was lange währt wird endlich gut, so sagt man. Nach langen zweieinhalb Jahren des Erdenkens und Probens hat die Michelsdorfer TheaterGäng am 7. Februar 2026 ihr neues Stück „Geister wie wir“ erstmals der Öffentlichkeit präsentiert. Fast unmittelbar nach Bekanntgabe des Termins waren alle Plätze im Gemeindezentrum ausgebucht. Und alle kamen sie zur Premiere - neugierig, gespannt, erwartungsvoll. Sogar eine längere Anreise bei widrigen Witterungsbedingungen aus der fernen Hauptstadt wurde in Kauf genommen. Bereits fünf Minuten vor Beginn saßen alle Zuschauer auf ihren Plätzen und warteten auf das Spektakel, welches nun beginnen sollte. Die Anspannung war fast greifbar, bei den Mimen sowieso, aber auch beim Publikum. Insider wussten, es war nicht immer alles glatt gelaufen in der Vorbereitung. Bis zuletzt wurde am Stück gebastelt und geschraubt. Für gute zweieinhalb Stunden verwandelte sich dann das Gemeindezentrum in Jonas’ bunte, verrückte und sehr geisterhafte Traumwelt, in der sich alles ums Thema Wasser und den Michelsdorfer Brunnen drehte. Hatte sich die TheaterGäng in ihren Stücken bisher eher mit Begebenheiten vergangener Zeiten beschäftigt, so wandte sie sich jetzt mutig einem aktuellen Thema der Gegenwart zu und fragte sich ein bisschen besorgt: Würde das Publikum diesen Perspektivwechsel akzeptieren? Die Michelsdorfer Mimen machten es dem Publikum leicht. Mit ihrer höchst komödiantischen Spiel-Art und -Weise sorgten sie für kurzweiliges Amüsement und legten den Finger an manche Wunden. Ob Null-Bock-Jugendlicher, der vom im Brunnen lebenden Frosch durch seinen (Alb)-Traum begleitet wird, altbackene Dorftratsche, hinterlistige, geldgierige und mit viel krimineller Energie ausgestattete „Erbin“ des verfressenen Fleischers, kauziger, sein Wildschwein liebkosender Waldschrat, schleimig und süffisant daherkommender Big-Dealer oder ätherische, die Welt retten wollende Waldfee - allesamt detailliert ausgearbeitete Figuren und jede einzelne brillant gespielt vor einer zauberhaften, eigenhändig gemalten Bühnenkulisse. Indes - sie spielten die Figuren nicht nur, sie wurden Eins mit ihnen. Die gewinnträchtige Idee vom „Jungbrunnen“ , die in der Konsequenz die Vergiftung des Dorfbrunnens bedeutete und selbst Mord mit einkalkulierte, wurde mit so viel Komik, Klamauk und Augenzwinkern dargestellt, musikalisch und gesanglich perfekt begleitet, mit Lichtspektakel untermalt sowie mit so vielen Raffinessen gespickt, dass sich das Publikum vor Lachen bog und mit wohlverdientem Zwischenapplaus nicht sparte. Kaum vorstellbar, dass hier „nur“ ein Amateur-Ensemble am Werke war. Natürlich kam alles zu einem guten Ende, denn im Traum kann man (als Frosch) natürlich das Geschehen stoppen und sogar die Geschichte ein Stück rückwärts laufen lassen. Der Dorfbrunnen wurde gerettet und bekam zu seinem Schutze sogar noch ein Dach obendrauf - wie im wirklichen Leben, sogar mit Frosch. Und Jonas? Er kam zur erhellenden Erkenntnis, dass es eben doch nicht immer nur damit getan ist, den Wasserhahn aufzudrehen … Viel Schlussapplaus vom Publikum und Steine-vom-Herzen-Poltern bei der TheaterGäng - es hätte nicht besser laufen können. Dank an alle, die zu diesem erfolgreichen Theaterevent beigetragen haben! Besonders natürlich an die Michelsdorfer TheaterGäng mit Caro, Marion, Ria, Carsten, Danny, Dominik, Helmut, Walter, Sandmann Robert an der Technik und Antje im unsichtbaren Souffleurkasten sowie an den Kultur- und Heimatverein Michelsdorf e.V., der das Ensemble mit benötigter technischer Ausstattung und Kostümherstellung unterstützt und last but not least zum Wohle des Publikums eine reibungslose Pausenversorgung mit Getränken und Snacks organisiert hat. Bilder Christian Dohrmann

Michelsdorf ist eigentlich ein kleines Nest. Darum ist es wirklich nicht einfach in jedem Jahr eine neue Route für die traditionelle und beliebte Winterwanderung um den Ort zu finden. Aber ein bisschen Abwechslung muss doch sein! Wetter?! Ja das Wetter ist mal schlecht, mal sehr schlecht aber auch manchmal richtig gut. So wie an diesem sonnigen Sonntag Mitte Januar. Auch wenn der zauberhafte Schnee der letzten Woche bereits wieder der Vergangenheit angehörte. Immerhin hatte er keinen klebrigen Matsch hinterlassen, so dass die geplante Streckenführung nur auf einem kurzen Stück wegen Eisglätte geändert werden musste und die Gummistiefel im Schrank bleiben konnten. Und noch eine Abweichung gab es: ungewollt und ungeplant wurden wir alle noch zu Fernsehstars im Abendprogramm des RBB. Monique Ehmke, die Wetterfee, kam mit ihrem Team auf eine Stippvisite vorbei. Trotz sichtbarer Mühen gelang es nicht allen ihrem Mikrofon und den bohrenden Fragen zu entgehen - so schlimm war es nun auch wieder nicht! Und ein bisschen Stolz bleibt doch, wenn man später auf den Fernsehauftritt angesprochen wird - oder? Tatsächlich war der Zug der Wanderer, der sich zum Teil im Gänsemarsch auf dem schmalen Weg zur Kiesgrube hinbewegte langgezogen wie ein Gummiband kurz vor dem Zerreißen. Vor und hinter der Glühweintankstelle am bewährten Ort gab es noch ein paar Hinweise vom Ortsbeirat Stephan Upahl. Im letzten Jahr hatten sich die Gemeindevertreter mehrfach mit dem Thema 2. Entwurf des Regionalplanes "Havelland - Fläming 3.0" zu befassen. Die wegen der geplanten Erweiterung des Michelsdorfer Kiessandtagebaus geäußerten Bedenken wurden schließlich auf Druck aus der Gemeindeverwaltung beiseite geschoben weil bei einer etwaigen Fortsetzung des Planfeststellungsverfahrens diese beim Landesbergamt vorgetragen werden sollen. Dennoch war es für die Anwesenden beeindruckend vor Ort zu sehen wohin die Abbruchkante des Tagebaus wandern könnte. Dass in Michelsdorf Kultur groß geschrieben wird erlebten die Wanderer bei einem Überraschungsauftritt des Männergesangsvereins und natürlich durften auch die Klosterbrüder mit einer Kostprobe ihres Könnens nicht fehlen. Im Gemeindezentrum angekommen gab es weitere Kost(e)proben: lecker Kaffee und Kuchen und was sonst noch so dazugehört! Alles in Allem mal wieder ein toller Nachmittag. Ihr fleißigen Helfer könnt euch ein Bienchen eintragen!

Vier mal im Jahr versucht der Heimat-und Kulturverein Michelsdorf e.V. die Rentner:innen aus dem Dorf zu verwöhnen. Einem extra dafür gegründeten siebenköpfigen Expertenteam, mit Unterstützung der „Dienstagskreativbastelgruppe“, fällt diese herausfordernde Aufgabe zu. Das Verwöhnprogramm soll seinen Höhepunkt zum Weihnachtstreffen erreichen. Ist es ihnen bei uns schon ziemlich anspruchsvollen „alten Dorfweisen“ gelungen? Da ist professionelles Sponsoring angesagt. Zum diesjährigen Weihnachtstreff wurde - im wahrsten Sinne des Wortes - der Vogel abgeschossen: So zog Jäger Volker Konietzko in den Klosterwald, um für die Renter:innen Wild zu jagen: Frischer Reh- und Wildschweinbraten - wann gibt es das schon mal? Und Landtagsabgeordneter Udo Wernitz tauschte sein „Politbüro“ mit dem heimischen Herd aus und spendierte zwei Sahnetorten. Er kann es noch, der Bäckermeister! Das musikalische Kulturprogramm konnte der Verein lässig aus dem Michelsdorfer Fundus zaubern. Zuerst wurden von der Vereinsvorsitzenden Katja Leichsenring die „Boygroup“ angekündigt. „Echt jetzt, eine Boygroup?“ Nicht ganz. Die zwei nicht mehr ganz taufrischen Michelsdorfer Klosterbrüder gaben ihr musikalisches Ständchen zum Besten - wie immer mit tatkräftiger Unterstützung aller Anwesenden. Aber Gänsehaut gibt es natürlich erst, wenn die Sänger des Michelsdorfer Männergesangvereins unter Dirigent Sven Klatte mit ihren schwarzen Anzügen und türkisfarbenen Krawatten und Hosenträgern einmarschieren. Sie zauberten wohltuenden Gesang aus ihren Kehlen, der Weihnachtsgefühle in dem schön geschmückten Raum verteilte. Poesie wurde auch geboten. Renate Schulze trug das Interview mit dem Weihnachtsmann von Erich Kästner vor. Die Geschichte hat eine Pointe, die wohl zeitlos ist. Ein rauschebärtiger Langfinger füllt, statt Gaben verteilen, lieber sein Säckchen auf. Aber immer wieder gestalten sich die Renter:innen ihr Programm auch selbst: Was habe ich da wieder für Geschichten gehört. Wer weiß z.B. noch, dass um 1920 hinter der heutigen Lehniner Chausseestraße Richtung Rädel ein Einsiedler in einer Erdhöhle lebte? Das Schlitzohr soll dem vorbeifahrenden Bierkutscher so manches Fässchen vom Wagen gerollt haben… Infos gab es auch. Irena Andert vom Seniorenbeirat informierte, dass in der Dezemberausgabe des Klosterkuriers der Seniorenfragebogen erscheinen wird. Dieser kann anonym ausgefüllt werden zum Zwecke altersgerechter Verbesserungen in den Ortsgemeinden. Liebe Organisator:innen, es war, was es sein sollte, ein Poesie-, Ohrenschmaus- und Gourmetnachmittag, schlichtweg ein gelungenes weihnachtliches Verwöhnprogramm. Danke schön für Euer Engagement und Euere Wertschätzung für uns alte „Dorfweisen“.

Schon zum 6. Mal lud der Heimatverein Michelsdorf zum traditionellen Plätzchenbacken am Vortag des 1. Advents ein. Weihnachtsmusik erschallte, die Backtische waren vorbereitet und der Raum füllte sich mit motivierten kleinen Bäckern und ihren Eltern bzw. Großeltern. Da wurde geknetet, gerollt, ausgestochen und gekostet, bis die Düfte aus dem Backofen den Raum erfüllten. Nun dekorierten alle mit großer Ausdauer und kreativen Ideen die gebackenen Kekse. „Nehme ich rosa, grüne oder blaue Zuckerglasur?“ „Welche Streusel suche ich aus?“ „Fehlt da nicht noch ein wenig Feenstaub?“ FERTIG ! Sofort probierten die Kinder und schnell verschwand ein leckeres Plätzchen im Mund. Glückliche, zufriedene Kindergesichter strahlten! Nach zwei Stunden in der Backstube verabschiedeten sich unsere kleinen und großen Zuckerbäcker mit ihren eigenen Keksen. Für die Senioren des Ortes werden Plätzchen auf der Kaffeetafel am 3.12.25 zur Adventsfeier zu finden sein. Den „Back-Helfer- Feen“ des Heimatvereins sei für ihre Hilfe beim Vorbereiten, Durchführen und anschließenden Aufräumen gedankt. Wir wünschen allen eine schöne Adventszeit mit vielen leckeren Plätzchen.

Am Freitagabend drehte sich im Michelsdorfer Gemeindezentrum das Rad der Zeit zurück. Als Medium diente der 1987/88 von der LPG Obstbau Damsdorf in Auftrag gegebene Dokumentarfilm "Bevor man in den Apfel beißt" des Deetzer Malers, Autors und Regisseurs Alfred Fielitz (1921 - 2013). Sein künstlerischer Nachlass wird heute vom Filmmuseum Potsdam verwaltet. Das Filmmuseum hatte auch schon 2012 in Kooperation mit dem Museumsverband des Landes Brandenburg das Projekt “Regionale Filmbilder entdecken. Amateurfilm im Land Brandenburg” realisiert und dabei den Film mit im Programm. Er gehört zu den seltenen Filmdokumenten des Landlebens aus der Zeit der DDR. Was haben wir uns dabei gedacht diesen Film zu zeigen? Schon zweimal lief der Film in Michelsdorf und begeisterte die Zuschauer immer wieder aufs Neue, auch wenn oder gerade weil der künstlerische Anspruch des Autors im Monolog des Erzählers heute etwas aus der Zeit gefallen scheint. In knappen 23 Minuten ging es durch die Bereiche Schenkenberg, Deetz, Damsdorf, Michelsdorf/Lehnin und Prützke. Die Werkstätten, Küchen, Erntelager und das Kühlhaus wurden vorgestellt und die betrieblichen Abläufe erläutert. Auch die Ferienobjekte an der Ostsee und im Zittauer Gebirge und die Betriebsfeiern kamen nicht zu kurz. Selbst kritische Hinweise auf die Ausbeutung der Natur fehlten nicht. Dazu gab es eine gehörige Portion schmucker Ernthelfer/innen und Lehrlinge bei der Ernte. Das waren noch richtige Sommer damals! So dachten auch die etwa 70 Zuschauer am Freitag Abend. Wer denkt nur Obstbau-Veteranen hätten den Weg ins Gemeindezentrum gefunden, der liegt falsch! Die Gelegenheit war günstig hier eine Geschichtsstunde der besonderen Art zu erleben und das wurde auch so angenommen. Wegen der vielen Interessierten mussten alle Reserven an Stühlen herbeigeschafft werden bis wirklich kein Platz mehr zu finden war. Dafür trugen Schmalzstullen und Apfelsaft trotz Enge zur heimeligen Atmosphäre bei. Gibt es eigentlich eine weibliche Form von Gast? Der Duden führt "Gästin" auf. Es gab nämlich eine Ehrengästin; pünktlich zum Filmstart wurde sie von Frank Niewar hereingeführt und an die Wand gehängt. Es war die Wanderfahne, die die LPG Obstbau noch kurz vor der Wende errungen hatte und die mangels Fortführung des Wettbewerbs der sozialistischen Obstproduktion dann nicht mehr weiterwandern durfte. Heute hat sie einen Ehrenplatz in Franks Halle. Es war ein schöner gelungener Abend mit vielen interessanten Gesprächen, mit Wiedersehen und Erinnerungen - nur zu kurz. Ein riesiges Dankeschön an alle, die das ermöglicht haben. Wir sollten das unbedingt noch mindestens einmal wieder machen! Bilder von Walter Bohnert

Zum diesjährigen Erntedankfest in Fredersdorf erfüllten wir unserer langjährigen Mitspielerin Birgit einen großen Wunsch. Sie ist seit 1998 Mitglied der Mandolinengruppe Michelsdorf und erlernte das Spielen der Mandoline in ihrer Schulzeit in der Fredersdorfer Schule bei Lehrer Neufeldt, der 1965 eine Mandolinengruppe gründete. Seit 1980 wohnt Birgit in Lehnin, blieb aber ihrem Heimatort Fredersdorf trotzdem stets verbunden und nahm an Höhepunkten, Veranstaltungen und alten Traditionen im Dorfleben teil. Nun wurde zum diesjährigen Erntedankfest wieder Ortsgeschichte gemeinsam von kleinen und erwachsenen Schauspielerinnen und Schauspielern aus dem Dorf dargeboten. Begebenheiten und Anekdoten aus den 60iger Jahren spielten jung und alt mit Originalrequisiten, -kleidern und -frisuren in „Fredersdorfer Mundart “ in 12 Szenen vor. Darunter ein Szene mit dem Lehrer und seinen Mandolinenschülern in der Schule und wir Frauen der Mandolinengruppe Michelsdorf im Hintergrund. Die Schüler spielten auf ihren Mandolinen, selbstgebaut aus Pappe, der Lehrer dirigierte und wir klimperten die abgesprochenen Musikstücke in Wirklichkeit auf den echten Instrumenten. Da hatten alle Akteure und Zuschauer ihren Spaß und wir wurden mit Beifall belohnt. Eine ganz neue und schöne Erfahrung für uns, in einem Theaterstück mitzuwirken.























































